LarsLienhard

Lars Lienhard

Neuronale Anforderungsprofile ausgewählter Sportarten

Neben den mechanischen und physischen Anforderungen an den Athleten hat auch jede Sportart, Disziplin, Position und Bewegung ein neuronales Anforderungsprofil an das zentrale Nervensystem eines Athleten. Diese Praxiseinheit hebt die wesentlichen Anforderungen verschiedener Sportarten hervor und zeigt Wege auf, wie das Gehirn und das Nervensystem der Athleten auf diese Anforderungen vorbereitet werden können. Nur wenn das zentrale Nervensystem des Athleten die jeweiligen neuronalen Anforderungen, die an ihn gestellt werden, optimal erfüllen kann sind die Voraussetzungen geschaffen auf höchstem Niveau zu agieren.

 

 

Mysterium Stabilität

Stabilität ist eine essentielle Grundvoraussetzung um maximale Leistung zu erbringen. Nur durch eine stabile Mitte kann der Athlet sich optimal bewegen. Stabilität ist im Sport immer an die jeweiligen Rahmenbedingungen geknüpft und muss situations- und positionsspezifisch integriert werden. Die reflexive Stabilisation der verschiedenen Wirbelsäulenbereiche und das optimale Setzen der muskulären Tonusmuster um die Gelenke in der gegebenen Situation sind hier entscheidende Faktoren. Doch welche neuronalen Prozesse sind eigentlich an der Stabilisierung einer Bewegung beteiligt? Diese Praxiseinheit schaut hinter die Kulissen der Bewegungssteuerung und betrachtet die neuronalen Komponenten, die im Hintergrund der Stabilisationsprozesse entscheidend sind. In kurzen einfachen Tests und Übungen wird gezeigt, wie man sie ansteuern und optimieren kann.

EricCobb

Dr. Eric Cobb

Vision Training for Pain Relief and Performance Enhancement

While the role of vision training for athletes is growing in the research literature and in the training environment, vision work offers many profound benefits that reach beyond sports skills. In the neurocentric approach to athletic development vision can be a powerful pain relief and rehabilitation tool if you understand the foundational neuroscience behind it. In this workshop, we will cover basic categories of vision training, assessments and skills that can be used immediately with almost any athlete.

 

Training Athletes Through the 8 Levels Model

In this workshop we will first review the foundational principles of a neurocentric approach to athletic development via the 8 Levels Model of Pain and Performance. This model offers an integrative view into both the peripheral and central nervous systems with a focus on how to assess and train each level for improving pain, rehabilitation and performance outcomes for athletes.

PhilipEckart

Dr. med. Philip Eckardt

Neurosportmedizin – Das Ende vom Rätselraten

Alle Funktionen des menschlichen Organismus unterliegen auch neurologischen
Steuerungsmechanismen. Neben der Steuerung der lokalen Funktion ist einer der wichtigsten Aufgaben des zentralen Nervensystems verschiedene sensorische und motorische Funktionen wie ein Puzzle zusammenzufügen, um den tausenden von Einzelinformationen einen gemeinsamen sensorischen oder motorischen Sinn zu geben.

 

Dieser Vorgang der Informationsverarbeitung wird Integration genannt. Das Wissen der funktionellen Neurologie und die Technik der Neurofunktionellen Integration (NFI) ermöglichen die Interaktionen aller Körpersysteme auf neurologischer Ebene zu untersuchen und zu behandeln. Funktionelle Neurologie kann das Rätselraten um Ursachen und die Frage nach der richtigen therapeutische Philosophie beenden.

SteffenTeppel

Steffen Tepel

Hacking Endurance – Ermüdung ist eine Emotion

Auch vor der Ausdauerforschung machen die Neurowissenschaften nicht halt. Moderne Konzepte des Ausdauertrainings konzentrieren sich vor allem auf eine Kernthese: Dass das Gehirn die Entscheidung trifft wann ein Athlet ermüdet. Dies tut es aufgrund der Signale die ihm der Körper sendet: Wie steht es um die Energiespeicher? Wie ausgelastet sind Atem- und Herzkreislaufsystem? Wie sehr brennen die Beine? All diese Daten werden vom Gehirn aufgenommen (Input), damit dieses auf Basis vorausgegangener Situationen, verrechnet mit den aktuellen Input aus dem Körper das Gefahrenlevel abschätzen kann und notfalls der Belastung, dem Output einen Riegel vorschieben kann.

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Ulla Schmid-Fetzer

Tanz ist nicht gleich Tanz

Die spezifischen neuronalen Anforderungen von Paartanz und Bühnentanz unterscheiden sich in wesentlichen Aspekten. Dieser Beitrag zeigt beispielhaft die Anwendung neuroathletischer Ansätze im Profitanz. Am Beispiel der Vorbereitung einer Profi Lateintänzerin für eine Broadway-Show mit zwei professionellen Balletttänzern werden die Schwierigkeiten aufgezeigt, die eine sehr frühe spezifische Ausbildung in nur einer Tanzart mit sich bringt.

JoergMoeckl

Jörg Möckel

Implementierung neurozentrischer Ansätze im Spitzensport – Einblick anhand von Praxisbeispielen

Die Leichtathletik und hier insbesondere der Sprint haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Die Wettkampfwirklichkeit entspricht kaum noch den traditionellen Trainingsmodellen. Um ganzjährig in immer höheren Intensitäten mit mehr Qualität trainieren zu können, kann Neuroathletik ein entscheidender Baustein sein um auf Weltniveau erfolgreich zu agieren. Anhand von Praxisbeispielen wird hier veranschaulicht wie Neuroathletik in bestehende Prozesse integriert und diese dann Stück für Stück an neuronale Gesetzmäßigkeiten angepasst wurden.

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Prof. Dr. med. Sven Reuter

Neuroplastizität im Zusammenhang mit muskuloskelettalen Verletzungen

Die Therapie muskuloskelettaler Verletzungen ist traditionell fokussiert auf lokale strukturelle Dysfunktionen. Neuere Untersuchungen zeigen jedoch, dass es im Rahmen von Verletzungen auch zu einer Umorganisation zentraler neuronaler Strukturen kommen kann. Diese Prozesse können möglicherweise zu einer dauerhaften Beeinträchtigung der Gelenkfunktion und des Bewegungsverhaltens führen. Es erscheint daher notwendig das zentrale und periphere Nervensystem gezielt bei Verletzungen des Bewegungsapparates in die Therapie- und Trainingsstrategie miteinzubeziehen. Der Vortrag gibt einen Überblick über den Zusammenhang neuronaler Veränderungen bei Verletzungen des muskuloskelettalen Systems und potentielle Therapieoptionen.